Was Teams brauchen, um offen und vertrauensvoll zu arbeiten

Aktualisiert: 13. Okt 2019

Ideen teilen, gemeinsam und offen nachdenken, Innovationen entwickeln: Unternehmen, die sich dies von ihren Mitarbeiterinnen wünschen, sollten das Konzept "Psychological Safety" bewusst in ihren Teams fördern.


Psychological Safety

Psychological Safety, zu deutsch Psychologische Sicherheit ist Teil einer vertrauensvollen und offenen Kultur. Es beschreibt das geteilte Gefühl eines Teams, interpersonelle Risiken eingehen zu können und sich dennoch sicher zu fühlen. Interpersonelle Risiken meinen beispielsweise das offene Hinterfragen der Idee eines Kollegen oder des Chefs. Definiert werden kann das Konzept als "die Möglichkeit, das eigene Selbst zu zeigen und zu offenbaren, ohne negative Konsequenzen hinsichtlich der Karriere oder des Status befürchten zu müssen". Teammitglieder in psychologisch sicheren Teams fühlen sich gehört und respektiert und vertrauen darauf, dass sich am Ende die beste Idee durchsetzen wird. Was einfach klingt, ist in vielen Teams noch nicht erreicht. Viel zu oft machen sich Kollegen oder sogar Chefs über Ideen lustig oder fühlen sich persönlich angegriffen, wenn sachlich über ein Thema diskutiert wird. Die Folgen sind drastisch: Wer sich nicht gehört fühlt, wird in Zukunft nichts mehr sagen. Offener, sachlicher Diskurs wird unmöglich und die Ideen der Führungskräfte oder inoffiziellen Meinungsmacher werden nicht hinterfragt und stur umgesetzt. Das Commitment des Teams zu diesen Ideen ist dann höchstens mittelmäßig und die Motivation bleibt auf der Strecke.



Was können Sie als Führungskraft konkret tun

  • Schaffen Sie einen sicheren Rahmen, indem Sie immer wieder thematisieren, wie wichtig Ihnen der offene Austausch und das gegenseitige voneinander lernen sind. Machen Sie klar, was Ihre Erwartungen an eine offene und konstruktive Diskussion sind.

  • Bitten Sie aktiv um die Meinung des Teams, am besten bevor Sie selbst Ihren Standpunkt klargemacht haben. Stellen Sie offene Fragen und schaffen Sie immer wieder Räume in Form von Meeting-Strukturen und Settings, in welchen aktiv und offen diskutiert werden kann.

  • Hören Sie zu, bis Sie Ihr Gegenüber wirklich verstanden haben. Aktives Zuhören im Sinne von "hab ich richtig verstanden, ..." zeigt Ihr Interesse und ist vor allem den anderen Kolleginnen und Kollegen im Raum ein wichtiges Vorbild.

  • Bedanken Sie sich für den Input, erwägen Sie gemeinsam im Team die Idee und lassen Sie die eingebrachten Perspektiven immer wieder in die fortlaufende Diskussion einfließen.


Bedenken Sie, Ziel ist es nicht, es als Führungskraft immer allen recht zu machen. Es geht darum ein Umfeld zu schaffen, in welchem jede Idee willkommen ist und sich am Ende die beste Idee durchsetzt. Gerade bei komplexen Themen gibt es oft kein klares Richtig oder Falsch und umso wichtiger ist es, die Feinheiten gemeinsam herauszuarbeiten und am Ende das Team motiviert an Board zu haben.



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